Die Suche nach dem Glück oder: Der Schlüssel

Von Anbeginn der Schöpfung war nur Gott.
Das war für ihn langweilig.
Aufgrund seiner Allmacht erschuf er also die Welt aus sich selbst heraus, um damit spielen zu können. Die Wesen, die er dabei erschuf, kannten indessen ihre Herkunft und wussten daher den Weg zurück. Sie fanden die Welt nicht sonderlich interessant und kehrten alle zurück in den Himmel zu Gott, der damit nicht besser dran war als zuvor.

Schließlich berief Gott eine Konferenz aller Götter ein, die er erschaffen hatte, damit sie ihm bei der Regierung der Welt behilflich wären. Diese schlugen nun vor, den Himmel abzuschließen und den Schlüssel gut zu verstecken.

Der Gedanke schien vorzüglich, nur konnte man sich schwer einigen, wo der Schlüssel versteckt werden sollte. Viele Vorschläge wurden gemacht, aber die menschlichen Wesen waren sehr intelligent und würden den Schlüssel sicherlich zu finden wissen. Einer empfahl als Versteck die Tiefe des Pazifischen Ozeans, ein anderer die Spitze des Himalaja, der nächste den Mond.

Da jeder eine andere Meinung hatte, setzte Gott sich zur Meditation, um die Zukunft anzusehen. Dann schüttelte er den Kopf „Keiner der Vorschläge ist brauchbar. Jeden Winkel des Universums wird der Mensch auskundschaften, nicht nur die Gipfel des Himalaja und die Tiefen der Meere. Er wird auch auf dem Mond landen, sich die Planeten genau ansehen und durch schwarze Löcher andere Universen suchen.“

Alle schwiegen. Aber schließlich rief Gott aus: „Ich hab’s! Jetzt weiß ich, wo der Mensch niemals den Himmelsschlüssel suchen wird. Jede Entfernung im Raum wird er zurücklegen, aber niemals wird er zwei Schritte in sich selbst hineingehen, um sein eigenes inneres Sein zu ergründen.“ Das schien so wahr, dass alle Götter zustimmten.

Und Gott hat seither ein unendliches Vergnügen, die Menschen bei ihrer Suche nach dem Glück zu beobachten.

(aus Dr. med. Christa Keding-Pütz: Gesund durch psychologische Kinesiologie)

Viel Spaß bei Ihrer Suche! :-)

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